Alles regeln, so lange es noch geht...

Das Recht zur Selbstbestimmung genie├čt in unserer Gesellschaft aus gutem Grund h├Âchsten Stellenwert. Jeder B├╝rger ist berechtigt, frei f├╝r sich Entscheidungen treffen zu d├╝rfen. Dies stellt einen ganz wesentlichen Beitrag zur W├╝rde des Menschen dar. Was aber, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, dar├╝ber zu entscheiden, welche Behandlungen im Krankheitsfall durchgef├╝hrt werden sollen und welche nicht? Auch im Falle einer notwendig werdenden Betreuung haben Sie sicherlich eigene Vorstellungen, wer sich um Ihre Angelegenheiten k├╝mmern soll. Diese m├╝ssen nicht zwingend mit denen des Vormundschaftsgerichts ├╝bereinstimmen. Es gibt drei Mittel, um Ihre pers├Ânlichen W├╝nsche f├╝r Ihre Angeh├Ârigen, ├ärzte und Beh├Ârden zu dokumentieren: Die Patientenverf├╝gung regelt, wie im Fall einer Krankheit behandelt werden kann (z. B. keine lebensverl├Ąngernden Ma├čnahmen, wenn keine Aussicht auf Heilung besteht). Die Betreuungsverf├╝gung regelt, wer f├╝r Sie entscheiden darf, wenn Sie es z. B. nach einem Schlaganfall nicht mehr k├Ânnen (ggf. auch unterschiedliche Personen f├╝r unterschiedliche Bereiche wie Finanzen, Gesundheit, etc.). Mit der Vorsorgevollmacht erteilen Sie Vertrauenspersonen im Krisenfall bestimmte Vollmachten, damit es keiner gesonderten gerichtlichen Genehmigung bedarf (z. B. Mietvertr├Ąge f├╝r Sie k├╝ndigen o. ├Ą.). Um hier schnell und unkompliziert rechtsverbindliche, vorsorgliche Regelungen treffen zu k├Ânnen, erstellte das Bundeministerium der Justiz inhaltliche Vorlagen. Um keine Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass die dokumentierten Regelungen noch aktuell sind, sollten Sie die Verf├╝gungen sp├Ątestens alle zwei Jahre erneuern bzw. verl├Ąngern. Gerne unterst├╝tzen wir Sie bei dieser wichtigen Vorkehrung. Geben Sie Ihren Angeh├Ârigen so Sicherheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.